Wenn der Kunde nicht zahlt

Mit einer gemeinsamen Broschüre informieren die Handwerkskammer zu Köln und die Creditreform Bonn, Köln und Solingen die Betriebe darüber, wie sie Forderungsausfälle vermeiden.

Solingen, 21. September 2017 Auftrag ausgeführt, Rechnung verschickt, Geld erhalten. So schön könnte der Geschäftsalltag eines Handwerksunternehmens sein. Die Realität sieht – selbst in Zeiten einer florierenden Konjunktur – häufig anders aus: Wohl kaum ein Handwerksbetrieb hat im Geschäftsalltag nicht schon unrühmliche Bekanntschaft mit säumigen Kunden gemacht. Die Unzuverlässigkeit von Auftraggebern setzt insbesondere diejenigen Unternehmen unter Druck, die umfangreichere Aufträge zunächst vorfinanzieren müssen. Das Problem: Unbeglichene Forderungen gefährden vielfach die Liquidität der zumeist kleinen und mittleren Handwerksbetriebe. Das kann bis zur Insolvenz führen. Vorbeugen lässt sich eine derartige, die betriebliche Existenz bedrohende Entwicklung nur durch ein professionelles Forderungsmanagement. Wie das geht, erfahren Handwerksfirmen der Region nun mithilfe des neuen, umfangreichen Praxisleitfadens „Wenn der Kunde nicht zahlt – Professionelles Forderungsmanagement im Handwerk“, herausgegeben von der Handwerkskammer zu Köln in enger Zusammenarbeit mit der Creditreform Bonn Domschke & Rossen KG, Creditreform Köln v. Padberg KG und Creditreform Solingen Kirschner KG.

Die rund 44-seitige Publikation soll den Betrieben dabei helfen, die „Kunst“, Forderungsausfälle zu vermeiden, noch besser beherrschen zu lernen. Mit einer Fülle von Informationen, Tipps, Checklisten, Mustertextvorlagen, Übersichten und weiteren Inhalten bietet sie ein praxisnahes Kompendium rund um das heikle Thema. Dabei setzt der Leitfaden dort an, wo viele noch gar nicht an Forderungsausfall denken: bei der Auswahl der Kunden, bei der Identitäts- und Bonitätsprüfung. Die weiteren Kapitel erläutern die richtige Vertragsgestaltung und eine sorgfältige Dokumentation, helfen beim Erstellen einer korrekten Rechnung und erklären Schritt für Schritt, wie man richtig mahnt. Es folgen Hinweise zum Forderungseinzug, zu gerichtlichen Schritten und zur Absicherung von Forderungsausfällen.

„Mit dem Praxisleitfaden möchten wir unsere Mitgliedsunternehmen dabei unterstützen, ihre Geschäftsabläufe noch vorausschauender, reibungsloser und effizienter abzuwickeln“, sagt Dr. Ortwin Weltrich, Hauptgeschäftsführer der Handwerks-kammer zu Köln. Die Broschüre können interessierte Mitgliedsunternehmen kostenlos von der Handwerkskammer in digitaler Form erhalten. Ergänzend bietet die Kammer ihren Betrieben eine individuelle betriebswirtschaftliche und rechtliche Beratung an. Die Handwerkskammer verfügt hierfür über mehrere Unternehmensberater und Juristen, die sich für eine intensive Beratung gerne die nötige Zeit nehmen.

Maßgeblichen Anteil am Zustandekommen dieses Hefts haben die Creditreform Bonn, Köln und Solingen. Sie haben die wesentlichen Inhalte beigesteuert, darunter zahlreiche praxiserprobte Checklisten und Handlungsempfehlungen. „Forderungen binden Kapital, denn sie müssen finanziert werden. Ein hoher Forderungsbestand verschlechtert die Bilanzkennziffern, verteuert einen Bankkredit und birgt ein mehr oder minder hohes Ausfallrisiko. Die Optimierung des Forderungsmanagements wird deshalb immer mehr zum kritischen Erfolgsfaktor“, erklärte Jörg Rossen, Geschäftsführer von Creditreform Bonn. „Die gute Nachricht lautet“, ergänzte Moritz von Padberg, von Creditreform Köln: „Forderungsausfälle und die Dauer von Außenständen sind beeinflussbar!“ Und Ole Kirschner von Creditreform Solingen unterstrich: „Ein gutes Forderungsausfallmanagement ist machbar! Allerdings beginnt es weit vor der Mahnung, die bestenfalls gar nicht nötig wird, weil vorher alles richtig gemacht wurde.“

Über Creditreform:

Seit der Gründung im Jahr 1879 ist es das Ziel von Creditreform, Unternehmen vor Forderungsausfällen zu schützen, die Liquidität vernichten und den Fortbestand von Unternehmen gefährden. Dieser Maxime sind alle Lösungen und Angebote von Creditreform verpflichtet. Heute sorgen 130 Geschäftsstellen in ganz Deutschland dafür, dass die Mitglieder ihre Geschäfte mit minimalem Risiko und maximaler Effizienz abwickeln können.

Creditreform Solingen steht mit 42 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern insgesamt 1.500 Firmenkunden um die Großstädte Solingen, Remscheid und Leverkusen mit Rat und Tat zur Seite. Das Leistungsspektrum reicht jeweils von der bonitätsbasierten Auswahl und Ansprache von Neukunden über Bonitätsinformationen zu Unternehmen und Privatpersonen bis hin zu kompletten Systemplattformen für das unternehmensinterne Risikomanagement und ausgefeilten Forderungsmanagement-Tools.

Die Broschüre haben wir hier zum Download bereit gestellt.

 

Ansprechpartner

Ole Kirschner

Creditreform Solingen Kirschner KG

Tel. 0212 2503-200

o.kirschner@solingen.creditreform.de

www.creditreform-solingen.de

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